PvP-ABC – Zufallsarena-Übersicht
In der Zufallsarena lernen
Über die Zufallsarenen wurde bereits aus verschiedenen Blickwinkeln berichtet, dennoch verdienen sie eine noch eingehendere Erläuterung. Zufallsarenen sind für PvP-Kämpfe schon lange das A und O, gleichermaßen beliebt bei Neulingen wie bei den kampferfahrensten Veteranen. Wenn man lange genug in Zufallsarenen gespielt hat, stößt irgendwann bestimmt ein Spieler aus einer der Spitzengilden zum Team oder, falls man Pech hat, zum Gegner. Vielleicht erinnert ihr euch an den Charakternamen eines Spielers, den ihr im Beobachter-Modus schon einmal gesehen habt, oder einer eurer Verbündeten trägt eine goldene oder silberne Borte an seinem Umfang (das würde bedeuten, er stammt aus einer Gilde, die es bereits in einem Turnier in die Plätze geschafft hat). Aber egal, ob ihr mit neuen oder erfahrenen Spielern zusammen in einer Gruppe landet: Von beiden könnt ihr lernen.
Spieleinsteiger zeigen euch häufig, was man nicht tun sollte. Zum Beispiel hört man immer wieder, dass es wichtig ist, vor Kriegern davonzulaufen. Dennoch sieht man auch immer wieder Spieler im Team, die einfach herumstehen und den Feind gewähren lassen, weil sie nicht begriffen haben, wie schnell ein Nahkampf-Charakter sein Ziel zerstören kann. Zwar mag es einleuchtend sein, dass man sich vor Bereichsschadenzaubern und Effekten am besten in Sicherheit bringt, aber erst, wenn man sieht, wie jemand es in der Hitze des Gefechts vergisst, wird das verheerende Potenzial von Fallen und Feuerstürmen richtig deutlich.
Ihr findet schon bald heraus, ob ihr euch in einem guten Team befindet. Gute Teams pflegen im Team-Chat miteinander zu kommunizieren, Ziele auszurufen, sich zurückziehen, wenn sie Schaden nehmen, sich gegenseitig auf feindliche Aktionen aufmerksam zu machen (zum Beispiel auf Fallen oder gefährliche Verhexungen wie “Boshafter Geist"), zusammen zu bleiben und gefallene Teammitglieder schnell wiederzubeleben. Genau diese Prinzipien bilden das Fundament eines guten Teams in jedem Spiel und sind ausschlaggebend für den Erfolg vieler Gilden, die es auf der Guild Wars-Leiter ganz nach oben geschafft haben. Ihr solltet euch also die Zeit nehmen, um in Zufallsarenen mit dem Team zu kommunizieren und ein paar gute Taktiken zu trainieren. Dadurch verbessern sich nicht nur die Chancen eures Teams auf einen Sieg, sondern ihr werdet auch zu besseren Solo- und Teamspielern.
Informationen über euch selbst
Über was solltet ihr euch mit eurem Team austauschen? Wenn ihr einen Charakter-Build habt, den euer Team nicht auf den ersten Blick einordnen kann, solltet ihr das Team kurz darüber informieren. Peinigungsmönche können im Team-Chat zum Beispiel “Peiniger” eintippen. Daraufhin wissen die Verbündeten, dass sie ihre Selbstheilungskräfte nutzen müssen. Außerdem hilft es Gruppen mit zwei Mönchen. Wenn einer heilt, der andere aber peinigt, könnte die Information für das Team verhindern, dass jemand sofort das Team verlässt (manche Leute tun das, weil sie glauben, dass mit zwei Mönchen keine schnellen Siege zu erzielen sind). Wenn man weiß, dass der andere Mönch peinigt, kann sich der Heilmönch auf seine Rolle als alleiniger Heiler vorbereiten. Das bedeutet, dass er Feinden häufiger entkommen und seine Energie effektiver nutzen muss.
Wenn ihr euren Teammitgliedern irgendeine Form von Energieverwaltung bieten könnt, solltet ihr sie darüber informieren. Ein Nekromant mit “Blutritual” könnte zum Beispiel bei gedrückter STRG-Taste auf “Blutritual” klicken, während er es auf einen Verbündeten anwendet. So wird die Benutzung im Team-Chat bekannt gegeben und gleichzeitig das beabsichtigte Speicher-Ziel mit einer Verzauberung belegt. Das ist nützlich, wenn diese Person den Team-Chat ausgeschaltet oder den Chat nicht mitbekommen hat. Wird ein Mönch damit vor einem Kampf belegt, wird dieser Mönch darüber informiert, dass ihr für die gesamte Dauer des Kampfs so verfahren werdet. Mit dieser Information kann der Mönch daraufhin gelegentlich auch Fertigkeiten einsetzen, die mehr Energie verbrauchen.
Die Fertigkeiten eines Paragon sind sehr wirkungsvoll, wenn es darum geht, Verbündeten zu helfen. Falls ihr diese Fertigkeiten verwendet, könnt ihr zu Beginn einige davon in den Team-Chat eintippen oder sie einfach beim Wirken mit gleichzeitig gedrückter STRG-Taste bekannt geben. Manchmal möchtet ihr vielleicht sofort einen Schrei einsetzen. Refrains (beispielsweise “Genesungsrefrain") können auf das gesamte Team verteilt werden, bevor der Kampf noch richtig beginnt, um “Genesungsrefrain” für eure Verbündeten laufend zu erneuern. Ein solchermaßen aktives Wirken macht deutlich, welche Rolle ihr im Team spielen wollt, und motiviert eure Verbündeten. Darüber hinaus wissen manche Leute vielleicht nicht, wie eure Fertigkeiten funktionieren. Wenn ihr eure Anfeuerungsrufe schon vor Beginn des Kampfs aktiviert, haben eure Teamkameraden genug Zeit, die Beschreibungen zu lesen, falls einer dieser Schreie sie betrifft.
Bei manchen Builds könnte es von Vorteil sein, wenn ihr euren Verbündeten vorschlagt, dass sie in einem bestimmten Gebiet bleiben sollen. Ritualisten zum Beispiel platzieren Geister mit einem begrenzten Wirkungsbereich auf der Karte. Diese Geister sorgen oftmals für einen Verteidigungsbonus, also solltet ihr den Mitgliedern eures Teams raten, die Wirkung dieser Geister auf ihr Tun zu beachten. Fordert sie auf, sich in die Sicherheit der Geister zu flüchten, falls sie sich zu weit voneinander entfernt haben und übermäßigen Schaden nehmen.
Viele Assassinen benutzen mit Vorliebe ihre Schattenschritt-Fähigkeit, um sich mitten ins feindliche Team zu begeben, dort einen schnellen Schlag auszuführen und gleich wieder hinauszuteleportieren. Falls ihr auch so etwas vorhabt, solltet ihr euer Team vorher darüber informieren. Eure Verbündeten könnten sonst denken, dass ihr Selbstmord begehen wollt oder euch der Situation auf dem Schlachtfeld nicht bewusst seid. Unter Umständen sind sie deshalb weniger geneigt, euch zu helfen, oder verlassen sogar das Spiel, es sei denn, sie wissen, dass ihr über eine konkrete und realistische Methode verfügt, der Gefahr zu entkommen.
Wenn ihr umkommt, könnt ihr im Gruppenfenster bei gedrückter STRG-Taste auf euren Namen klicken und dem Team mitteilen, dass ihr tot seid. Das gibt den anderen hoffentlich Ansporn, euch wiederzubeleben. Vielleicht seid ihr tot, verfügt aber noch über ein “Siegel der Wiederbelebung”. Schreibt auch das in euren Team-Chat. So können lebende Verbündete selbst entscheiden, wen sie wiederbeleben wollen, falls mehrere Teammitglieder gefallen sind. Solange ihr tot seid, könnt ihr auch auf einen Teamkameraden klicken und das Geschehen aus seiner Perspektive verfolgen. Das liefert euch oftmals nützliche Informationen. Manchmal stoßt ihr so vielleicht auf lächerliche Builds, die euch vorher gar nicht aufgefallen sind, und versteht besser, warum euer Team verloren hat. Möglicherweise könnt ihr auch einen Spitzenspieler dabei beobachten, wie er in einer spektakulären Aktion mit seinen Feinden aufräumt.
Wenn eure Verbündeten sterben, könnt ihr im Gruppenfenster bei gedrückter STRG-Taste auf ihre Namen klicken, um das restliche Team von ihrem Tod zu informieren. Tut das, wenn ihr euer “Siegel der Wiederbelebung” bereits benutzt habt und den Rest des Teams über gefallene Mitglieder informieren wollt, damit der getötete Verbündete von euren Teamkameraden wiederbelebt werden kann.
Schließlich solltet ihr es auch immer bekannt geben, wenn ihr jemanden wiederbelebt. Viele Teams verlieren in Zufallsarenen, weil sie ihre Teamkameraden nicht schnell genug wiederbeleben. Wenn ein Team langsam wiederbelebt, verlassen einige Spieler das Team möglicherweise aus diesem Grund. Sofern ihr aber die anderen darüber informiert, dass ihr eure Wiederbelebungsfertigkeit anwendet, könnt ihr damit vermeiden, dass Spieler das Team verlassen, und ihr unterstützt das Zusammenspiel.
Informationen über den Feind
Wenn ihr euch dem anderen Team nähert, solltet ihr euch durch die verschiedenen Ziele klicken. Sucht nach offensichtlichen Heilern (zum Beispiel Mönche oder Ritualisten) und ruft sie aus. Achtet auf Assassinen, die in der Umgebung unterwegs sind, denn sie suchen oftmals nur nach einer Gelegenheit zum Hineinteleportieren. Wenn ihr seht, dass ein Waldläufer Fallen legt, klickt ihr bei gedrückter STRG-Taste auf die Fertigkeit, um sie im Team-Chat zu melden. Das hilft dem Team beim Lokalisieren und Vermeiden von Fallen. Außerdem wissen Zauberwirker so, dass sie versuchen können, den Fallensteller zu verzaubern, um ein paar kostenlose Unterbrechungen zu bekommen.
Nachdem ihr einen Gegner getötet habt, solltet ihr darauf achten, ob der Feind Wiederbelebungsversuche unternimmt. Das solltet ihr selbst dann tun, wenn ihr nicht über eine Unterbrechung oder einen Niederschlag verfügt, um eine Wiederbelebung zu verhindern. Das Wirken von Wiederbelebungsfertigkeiten dauert eine Weile und daher entdeckt ihr vielleicht einen entsprechenden Versuch und könnt ihn bei gedrückter STRG-Taste bekannt geben, damit euer Team darüber Bescheid weiß. Auf diese Weise kann möglicherweise jemand mit einer Unterbrechung den Wiederbelebungsversuch verhindern. Falls ihr bemerkt, dass jemand eine Wiederbelebungsfertigkeit benutzt, könnt ihr außerdem das Team dazu bringen, diese Person anzugreifen. Oftmals wird das Ziel dadurch gezwungen, den Zauber zu unterbrechen und sich zurückzuziehen oder einfach nur dazustehen und Schaden zu nehmen. Es trägt auf jeden Fall dazu bei, dass euer Team siegreich aus der Situation hervorgehen kann.
Ziele ausrufen
Üblicherweise wird nur ein Mitglied des Teams gebraucht, um Ziele auszurufen. Dabei spielt es häufig keine Rolle, welches Ziel ausgerufen wird, solange nur alle Teammitglieder dieses eine Ziel angreifen. Ausnahmen bestehen nur dann, wenn die andere Partei über einen Heiler oder sehr starke Verteidigungsfähigkeiten verfügt.
Ihr könnt Ziele auf verschiedene Weise ausrufen. Bevor ihr genau wisst, was das gegnerische Team ausrichten kann, solltet ihr nach “schwachen Zielen” suchen (also Ziele mit schwacher Rüstung, zum Beispiel Mesmer). Ruft das schwache Ziel aus und beginnt, es anzugreifen. Nehmt unterdessen die anderen Feinde unter die Lupe, um herauszufinden, wer über Heilfähigkeiten verfügt. Sobald ihr den Heiler identifiziert habt, ruft ihr ihn als neues Ziel aus. Falls niemand über Heilfähigkeiten verfügt, könnt ihr euch weiter auf das ausgerufene Ziel konzentrieren und es ziemlich schnell ausschalten.
Euer Ziel könnte aber auch schlau sein und sich vor dem drohenden Schaden in Sicherheit bringen. In diesem Fall solltet ihr das Ziel wechseln, bis ihr eines gefunden habt, das nicht die Flucht ergreift. Wenn ihr als Krieger spielt, solltet Ihr euer Adrenalin gegen ein unbewegliches Ziel aufbauen, zum Beispiel gegen einen anderen Krieger oder Derwisch. Wechselt anschließend zu einem schwachen Ziel, um euer Adrenalin dort einzusetzen. Vergesst dabei nicht, das neue Ziel durch Anklicken bei gedrückter STRG-Taste auszurufen. Eine Aktion wie diese funktioniert genau wie das Spiking koordinierter Teams in GvG-Kämpfen. Feindliche Heiler werden dadurch oftmals überrascht.
Manchmal kommt es auch dazu, das jemand anderes nur allzu gern die Ziele ausrufen möchte. In einem solchen Fall hat dieser Spieler vielleicht schon Erfahrungen auf diesem Gebiet gesammelt. Ihr könntet die Methode dieses Spielers beim Ausrufen beobachten und euch bemühen herauszufinden, welche Gründe die jeweiligen Entscheidungen beeinflussen.
Abschließende Überlegungen bei Zufallsarenen
Zufallsarenen haben vielen Spielern eine Menge zu bieten: eine ergiebige Quelle, um zu lernen und neue Dinge auszuprobieren, einen Ort, an dem individuelle Stärken entwickelt und Fertigkeitsbalken-Setups für Team-Builds entwickelt werden können, sowie Stunden voller Überraschungen und Unterhaltung. Natürlich sind auch jede Menge Balthasar-Belohnungspunkte zu gewinnen. Wir haben den Zufallsarenen eine ganze Reihe von PvP-ABC-Artikeln gewidmet und hoffen, dass ihr sie nutzt, um selbst herauszufinden, welche vielfältigen Erfahrungen dort gewonnen werden können. Sogar erfahrene PvP-Spieler kehren immer aufs Neue in die Zufallsarenen zurück, um ein bisschen Spaß zu haben oder mit neuen oder neu ausbalancierten Fertigkeiten zu experimentieren. Auf jeden Fall bleiben Zufallsarenen immer interessant und lehrreich, unabhängig davon, auf welcher Erfahrungsstufe in Hinblick auf PvP ihr euch gerade befindet.





















