PvP-ABC: Cross-Training in Fort Espenwald
Erste Schritte
Die Factions-PvP-Arena Fort Espenwald bietet neuen Spielern eine ausgezeichnete Möglichkeit, sich mit dem kompetitiven Spiel vertraut zu machen. Fort Espenwald verzeiht Fehler sehr viel eher als andere Arenen und besitzt den gleichen Gruppenbildungsmechanismus wie Zufallsarenen: Wenn ihr in Fort Espenwald einen Kampf beginnen möchtet, müsst ihr nicht erst eine Gruppe finden, da das Spiel euch automatisch einem Team zuweist.
Um Fort Espenwald mit einem reinen PvP-Charakter zu finden, müsst ihr zum Großen Tempel des Balthazar reisen und euch mit einem Kurzick- oder Luxon-Anwerber (NSC) unterhalten. Auf der Rollenspiel-Karte von Cantha ist Fort Espenwald ein Außenposten in der Nähe der Bündnis-Grenze. Sobald ihr den Außenposten erreicht habt, müsst ihr nur noch auf “Mission betreten” klicken, und schon kann’s losgehen.
Hinweis: Ihr müsst Guild Wars Factions besitzen, um Zugang zu Fort Espenwald zu erhalten.
Build-Training
Im Grunde könnt ihr mit jedem beliebigen Charakter aus einem achtköpfigen Build nach Fort Espenwald reisen und dabei eine gute Aussicht darauf haben, eurem Team helfen zu können. Ihr könnt dann euer Charakter-Build in einer PvP-Situation ausprobieren und habt jede Menge Zeit, euch an eure Fertigkeiten zu gewöhnen. Auch Builds, die sich nicht besonders gut für Vierspieler-Arenen eignen, sind in Fort Espenwald bestens aufgehoben. Ein Nekromant mit “Verdorbenes Fleisch” ist zum Beispiel in Zufallsarenen nicht immer eine gute Wahl, doch in Fort Espenwald ist er in den meisten Fällen zu gebrauchen. Charaktere ohne “Siegel der Wiederbelebung” - wie zum Beispiel Assassinen, Solo-Ganker oder manche Unterstützungscharaktere - können ein Team in den Zufallsarenen den Sieg kosten, doch in Fort Espenwald zeigen sie sich von ihrer besten Seite.
Siegel der Wiederbelebung bitte draußen lassen
Im Gegensatz zu den meisten anderen PvP-Arenen benötigt ihr hier kein “Siegel der Wiederbelebung”. Wenn ihr in Fort Espenwald sterbt, müsst ihr lediglich sechs Sekunden lang warten, bevor ihr an einem der Wiederbelebungsschreine wiederbelebt werdet - im Gegensatz zum GvG, wo ihr nach eurem Tod bis zu zwei Minuten lang auf eure Wiederbelebung am Schrein warten müsst. Diese zwei Minuten können ziemlich lang werden und das Kampfglück in einem engen Match zu euren Ungunsten wenden. In Fort Espenwald gibt es außerdem keine Moralschübe, was bedeutet, dass “Siegel der Wiederbelebung” nach Gebrauch nicht mehr aufgeladen werden. Wenn ihr also dennoch eines dieser Siegel auf euren Fertigkeitsbalken legt, verschwendet ihr im Grunde nur einen wertvollen Platz. Wenn ihr den achten Platz auf eurem Fertigkeitsbalken stattdessen freigebt, erhaltet ihr dadurch mehr Flexibilität, was Selbstheilung und damit verbesserte Überlebenschancen angeht. Wie bereits oben erwähnt sind viele Solo- oder Split-Ganker im GvG ohne Siegel der Wiederbelebung unterwegs, also ist Fort Espenwald die ideale Adresse, um solche Builds auszuprobieren.
Kein Sterbemalus
Wenn ihr in Fort Espenwald sterbt, werdet ihr nicht mit einem Sterbemalus bestraft. Daher könnt ihr dort mehr riskieren als in den anderen Arenen (und könnt dazu noch nach mickrigen sechs Sekunden wieder ins Kampfgeschehen zurückkehren). Das System verzeiht zwar Fehler und schlechtes Stellungsspiel und schützt euch damit vor einem Sterbemalus, doch in den anderen PvP-Arenen ist dies nicht der Fall, also solltet ihr dort weitaus vorsichtiger sein und euch in Fort Espenwald keine schlechten Angewohnheiten zulegen. Schließlich erlebt ihr dort aus erster Hand, wie schnell ihr für mangelnde Vorsicht und Unaufmerksamkeiten bezahlen müsst, und wie andere Spieler eure Aktionen kontern.
Kämpft solo gegen andere Spieler
Viele Flaggenläufer und Gank-Charaktere müssen in der Lage sein, andere Spieler eins-gegen-eins zu besiegen, oder sollten zumindest vor ihnen fliehen können. Diese Techniken sind nicht immer leicht zu erlernen und erfordern etwas Übung. Ein Hybrid-Läufer mit Luft- und Wassermagie-Fertigkeiten muss zum Beispiel wissen, wann er seinen Feind einschnüren und weglaufen oder sich seinem Gegner besser im Kampf stellen sollte. Oftmals geht es nur darum, in Reichweite eines anderen Verbündeten zu gelangen, um euch dann gemeinsam gegen euren Verfolger zu wenden. Im Gegensatz zu Flaggenläufern, die sich hauptsächlich zu defensiven Unterstützungscharakteren entwickelt haben, sind Solo-Ganker generell in der Lage, einzelne Gegner schnell zu eliminieren. Ein Schwertkrieger/Assassine mit “Ihr seid ganz allein!” und “Siegel der Bosheit” ist zum Beispiel für die meisten Builds eine echte Bedrohung.
Eliminieren von NSCs
Die Fähigkeit eines Solo-Gankers, andere Spieler auszuschalten, ist stark mit den verschiedenen Methoden zum Eliminieren von NSCs verwandt. Die NSCs, die in Fort Espenwald die Minen und andere wichtige Punkte bewachen, unterscheiden sich stark von den NSCs, die ihr im GvG vorfinden werdet, doch es gibt auch manche Ähnlichkeiten, die ihr ausnutzen könnt. So könnt ihr ein Build erstellen, das ganz speziell darauf angelegt ist, die Minenwächter auszuschalten, aber im Zusammenspiel mit anderen Spielern seid ihr stärker. Wenn ihr NSCs angreift, könnt ihr nichtsdestotrotz lernen worauf ihr achten müsst, wenn die Dinge einmal schief laufen. Wenn ihr zum Beispiel merkt, dass ein feindlicher NSC auf scheinbar unerklärliche Weise Lebenspunkte regeneriert, dann solltet ihr das Gebiet nach einem Mönch absuchen. In dieser Situation ist es am besten, wenn ihr zunächst den NSC angreift und ihm eine Zeit lang zusetzt, um die Energiereserven des Mönchs zu schwächen und den Mönch dann direkt mit einem plötzlichen Spike anzugreifen. Wenn diese Taktik nicht funktionieren sollte, müsst ihr notgedrungen zwischen dem NSC und dem Mönch hin und her schalten. Früher oder später werdet ihr dann die richtige Kombination von Angriffen finden, bei der dem Mönch nicht genug Energie bleibt, um den NSC oder sich selbst am Leben zu erhalten.
Heilen von NSCs
Ihr solltet das Heilen von NSCs üben, indem ihr auf sie klickt und auf ihre Lebenspunktebalken achtet. Behandelt die NSCs dabei so, als seien sie ganz normale verbündete Spieler. In GvG Matches müsst ihr euch oftmals in den relativen Schutz eurer NSCs zurückziehen. Außerdem sind NSCs im GvG eine unersetzbare Ressource, und ihr Verlust bedeutet fast immer einen Nachteil. In Fort Espenwald werden die meisten NSCs wiederbelebt. Indem ihr sie aber vor Angreifern beschützt, verweigert ihr eurem Gegner eine wichtige Ressource: Zeit. Je länger eure Gegner zur Eroberung einer Mine brauchen, desto weniger Zeit bleibt ihnen, sich um andere Dinge wie z.B. das Abliefern von Bernsteinen und dem Angreifen strategisch wichtiger Punkte zu kümmern. Auf der Seite der Luxon hilft euch die Verteidigung der Belagerungsschildkröten, die Tore schneller zu durchbrechen, während die Kurzick gezwungen sind, die NSCs im inneren Bereich zu schützen, die nicht wiederbelebt werden: die Torhüter und den Architekten. Die Verteidigung dieser NSCs bringt eure Seite dem Sieg einen Schritt näher und hilft euch dabei, euch mit dem Zusammenspiel von Spieler-Charakteren und NSCs im PvP vertraut zu machen.
Flaggenläufe (am Beispiel des Bernstein-Transports)
Ihr wollt eure Flaggenläufer-Fähigkeiten fürs GvG verbessern? Erstellt euch einfach einen Standard-Flaggenläufer und bringt ihn nach Fort Espenwald, auf der Seite der Kurzick. Besorgt euch einen Klumpen Bernstein und bringt ihn von den Minen zu den Torwächtern (wenn eure Tore reparaturbedürftig sind) oder zum Meisterarchitekten (wenn eure Tore nicht repariert werden müssen). Damit imitiert ihr im Prinzip die Flaggenläufe des GvG, da ihr euch langsamer bewegt, solange ihr Bernstein haltet und während dieser Zeit auch eure Waffe nicht benutzen könnt. Im Gegensatz zu Flaggen verschwindet der Klumpen Bernstein jedoch, wenn ihr ihn fallen lasst, also passt gut darauf auf. Ihr könnt hier auch üben, den Rest eures Teams mit defensiven Fertigkeiten und Distanz-Fertigkeiten wie zum Beispiel “Aegis” oder “Gruppe heilen” zu unterstützen. Ihr werdet voraussichtlich nicht auf Körperblockaden stoßen, doch solltet ihr stets euren Kompass im Auge behalten und dabei besonders auf Belagerungsschildkröten und Gruppen feindlicher NSC-Krieger achten. Diese NSCs können euch schnell Schwierigkeiten bereiten und ihr habt auf dem Rückweg zum Stützpunkt die Möglichkeit zu üben, ihren Angriffen auszuweichen bzw. sie ganz zu vermeiden.
Die Verfolgung von Flaggenläufern
Ihr könnt manchmal beobachten, wie die Kurzick Bernstein von den Minen zu ihrem Stützpunkt transportieren. Um euch darauf vorzubereiten, eventuell einen Flaggenläufer im GvG aufhalten zu müssen, könnt ihr diese “Bernsteinläufer” sozusagen als Versuchskaninchen benutzen und versuchen sie zu bremsen oder zu eliminieren. Niederschlag-Fertigkeiten, Schlingen und Geschwindigkeitsschübe sind besonders praktisch, um einem gegnerischen Läufer das Leben schwer zu machen.
Belohnungen
Ein äußerst angenehmer Nebeneffekt des Spielens in Fort Espenwald ist, dass ihr Kurzick- oder Luxon-Belohnungen erhaltet, und das selbst dann wenn ihr verliert. Diese Belohnungen könnt ihr eintauschen, um die Stellung eures Bündnisses zu verbessern oder sie in Bernsteine bzw. Jade umwandeln, die ihr dann gegen Gold verkaufen könnt. Kills erzeugen außerdem eine kleine Menge an Balthazar-Belohnungspunkten.
Cross-Training
Alle Formen des PvP sind auf die eine oder andere Weise miteinander verwandt. Indem ihr in verschiedenen PvP-Arenen trainiert, verbessert ihr dadurch euer Gesamtverständnis des Spiels. Außerdem kommt ihr mit einer größeren Auswahl an Fertigkeiten, Spielern und Taktischen Situationen in Kontakt. Vergesst auch niemals, dass jede PvP-Situation, in die ihr euch begebt - ganz gleich wie unwichtig oder undurchsichtig sie euch auch erscheinen mag - einen Bezug zu anderen Formen des PvP besitzt.





















