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Heldenkämpfe und Zusammenspiel der Fertigkeiten: Teil 1

Heldenkämpfe und Zusammenspiel der Fertigkeiten: Teil 1

Zwei von unseren ABC-Artikeln befassen sich mit einem Build pro Klasse, der das Zusammenspiel von Fertigkeiten anschaulich macht, insgesamt werden also zehn individuelle Builds zur Wahl gestellt. Diese Woche erweitern wir die Diskussion noch und stellen ein Viererteam, das für Heldenkämpfe eingesetzt werden kann, aus mehreren von diesen Builds zusammen. Ihr werdet es zwar möglicherweise einfacher finden, nur einen dieser Builds selbst zu spielen, es wäre aber für euer Verständnis des Spiels hilfreich, wenn ihr jede Position im Team mindestens einmal ausprobieren würdet. Dadurch findet ihr mehr über die Stärken und Schwächen der Builds und wie sie sich auf dem Schlachtfeld schlagen, heraus. Diese Erfahrung könnt ihr dann auch in anderen PvP-Bereichen anwenden und feindliche Fähigkeiten leichter identifizieren und so ihre Taktiken kontern.

Für den neuen Spieler besteht der Vorteil von Heldenkämpfen in erster Linie darin, dass er kein Team finden muss. Er kann an einem Kampf teilnehmen und aus seinen Fehlern lernen, ohne sich Sorgen darum machen zu müssen, dass sein Team unter seinen Fehlern leidet. Im schlimmsten Fall verliert er ein paar Heldenkämpfe und überlässt seinem Gegner ein paar Belohnungen von Balthasar und ein Gefühl der Genugtuung. Aber im Lauf der Zeit wird er immer besser werden und schließlich gewinnen, vor allem, wenn er anfängt, auf andere neue Spieler zu treffen, die ebenfalls mit Heldenkämpfen ihre PvP-Kenntnisse vergrößern wollen.

Heldenkämpfe können anfangs ziemlich einschüchternd wirken, deshalb empfehlen wir, dass ihr euch an die von uns vorgeschlagenen Builds haltet und lernt, wie sie in einem Team funktionieren, und dabei gleichzeitig die Strategien des Feindes studiert. Je mehr Heldenkämpfe ihr absolviert, umso mehr Gefühl dafür, wie ein Vier-Charakter-Team funktioniert, werdet ihr bekommen. Heldenkämpfe sind zwar mit einer Menge Herumrennen und Laufen in verschiedene Richtungen verbunden, ihr solltet aber trotzdem jede Menge 4-gg.-4-Kämpfe absolvieren. Oft sind diese Kämpfe nämlich denen, die ihr später in den Teamarenen erleben werdet, nicht unähnlich. Und genau deshalb empfehlen wir Heldenkämpfe: um euch auf zukünftige PvP-Kämpfe vorzubereiten. Vergesst aber nicht, dass ihr für die meisten PvP-Arten individuelle Regeln und unterschiedliche Mechaniken lernen müsst, außerdem gilt es sich an ein sich ständig änderndes Metaspiel anzupassen.

Allgemeine Strategie:

Zu allererst: Lasst euch von einer Niederlage nicht entmutigen! Alle Spieler, die an Heldenkämpfen teilnehmen, haben unterschiedliche Erfahrungs- und Fertigkeitslevels, und es kann durchaus sein, dass ihr bei euren ersten Kämpfen gegen PvP-Veteranen antreten werdet. Es gibt keine einfache Art, Heldenkämpfe zu lernen. Ihr müsst einfach den Sprung ins kalte Wasser wagen und dürft nicht aufgeben, selbst wenn ihr gegen bessere Spieler antretet. Vergesst nicht, dass ihr von einer Niederlage oft mehr lernen könnt als von einem Sieg.

Die Grundstrategie bei den meisten PvP-Kämpfen heißt zahlenmäßige Überlegenheit. Für Heldenkämpfe auf der Mehrheit der Karten bedeutet das, die Kontrolle über einen Schrein zu übernehmen. Dadurch wird ein NSC generiert, der mit euch kämpft. Auf Karten ohne NSC-Schrein könnt ihr versuchen, zuerst den Belagerungskanonen-Schrein einzunehmen und dann den Schrein in der Mitte. Der Kampfruf-Schrein kann auch eine große Hilfe sein, wenn ihr euch schnell auf der Karte fortbewegen müsst, um eure Gegner zur Strecke zu bringen.

Adams Artikel zum Status des Spiels enthält eine Menge ausgezeichneter Informationen über Heldenkämpfe, inklusive Karten, Schreinbonusse und Strategie. In diesem Artikel konzentrieren wir uns in erster Linie auf einen ausgeglichenen Build und spezielle Taktiken, ihn zu spielen.

Steuerung der Helden

Das Anvisieren von Zielen

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Das korrekte Funktionieren eines Builds hängt großteils von der Wahl des richtigen Ziels ab. Bei offener Heldenanzeige könnt ihr Feinde als Ziel für eure Helden anvisieren. Das bedeutet, dass der Held diesen Feind so lange angreift wird, bis dieser stirbt. Was geschieht, wenn das anvisierte Ziel stirbt? Dann greift der Held dasselbe Ziel wie ihr selbst an, bis ihr ihm einen anderen Befehl gebt. Beachtet bitte, dass das Ziel mit seinem Tod aus der Heldenanzeige entfernt wird, ihr es also neu anvisieren müsst, nachdem es wiederbelebt wurde. Falls euer Held aber stirbt und wiederbelebt wird, bleibt die Zielauswahl bestehen, ihr müsst also nicht neu visieren.

Befehlsflagge

imageIhr werdet auf eurem Kompass sehen, dass Schreine grau eingezeichnet sind, wenn sie neutral sind bzw. die Farbe des Teams haben, das sie kontrolliert. Ihr könnt eurem Helden mithilfe einer Heldenflagge auf dem Kompass befehlen, direkt zu einem Schrein zu laufen, indem ihr die Flagge direkt auf dem Schrein positioniert, den ihr erobern wollt. Das funktioniert besser, als die Umgebung des Schreins oder das Gelände, das euer Charakter sehen kann, anzuklicken. Selbst wenn ein bestimmter Schrein sich außerhalb eurer unmittelbaren Kompassreichweite befindet, wird er trotzdem am Rand eures Kompass angezeigt und ihr könnt euren Helden trotzdem befehlen, dorthin zu gehen, indem ihr den Schrein anklickt. Wenn ihr einen Helden schnell an eure Position zurückbeordern wollt, widerruft einfach alle erteilten Befehle mit dem roten X-Symbol unten auf dem Kompass.

Nahkampf-Zustand-Build

Genaue Angaben zur Zusammenstellung des Fertigkeitsbalkens, der Attributverteilung und Spieltipps zu den vier Builds entnehmt ihr bitte den bereits veröffentlichten Artikeln aus dem PvP-ABC:
Zusammenspiel der Fertigkeiten: Teil 1
1. Drachenschwert (zuerst als solches spielen)
2. Gefängnis-Assassine
3. Schnellwirkender Mönch

Zusammenspiel der Fertigkeiten: Teil 2
4. Blendender Derwisch (vergesst nicht Ebon-Sense)

Dieser Build ist ziemlich einfach, verursacht aber großen Schaden und bedarf einer ganz besonders komplexen Interaktion und Abwehr. Wir schlagen vor, dass ihr das Drachenschwert zuerst spielt (da es unkomplizierter ist) und die Helden die anderen Rollen einnehmen lasst. Nachdem ihr mit dem Drachenschwert geübt habt, solltet ihr die anderen Positionen ausprobieren.

Reihenfolge von Zielen

Und hier sind die Gründe, weshalb das Zusammenspiel der Fertigkeiten bei dem Build so wichtig ist. Setzt den Derwisch auf einen beliebigen Nahkampf- oder Distanzangreifer, wie einen Krieger oder Waldläufer, an. Passt beim Anvisieren von Waldläufern auf, dass sie keine “Toucher” ("Berührer" – also Waldläufer/Nekros, die Blutmagie anstelle von Angreifen verwenden) sind, weil das Blenden eines Berührers keinerlei Konsequenzen hat. Den Derwisch zum Angreifen eines Nahkampfcharakters einzusetzen, hat zwei Zwecke. Verteidigung: feindliche Angreifer werden geblendet. Angriff: Schaden wird zugefügt und feindliche Heiler werden zum Reagieren gezwungen. Selbst, wenn euer Gegner keine Charaktere hat, die es wert sind, geblendet zu werden, solltet ihr den Derwisch auf ein anderes als euer Hauptziel ansetzen, weil er einen Wirker verkrüppeln und Druckschaden ausüben kann.

Der Derwisch sollte nicht dasselbe Ziel wie ihr und der Assassine angreifen, da alle drei Zustände auftragen und es für den Gegner zu einfach ist, diese von einem einzelnen Ziel zu entfernen. Der Assassine und der Derwisch können beide verkrüppeln; beide auf ein einzelnes Ziel anzusetzen vergeudet also einen Satz Verkrüppelungsfertigkeiten. Verkrüppelung ist wichtig zum Reduzieren von feindlichem “Kiting” (also einfach vor Schaden davonzulaufen; es kann aber auch den Versuch, einen Angreifer durch ein bestimmtes Gebiet zu locken bedeuten). Wenn die Ziele von Kiting nicht so leicht entkommen, werden sie häufiger getroffen, was bedeutet, dass sie mehr Schaden erleiden, was wiederum die Heiler unter zusätzlichen Druck setzt.

Setzt den Assassinen auf ein “weiches” Ziel an (eines mit einer niedrigen Rüstungsstufe), vorzugsweise einen Mönch. Der Assassine kann manche Mönche allein töten, braucht aber manchmal Hilfe. Wenn der Feind zwei Mönche hat, versucht, den zweiten selbst zu übernehmen. Behaltet die Lebenspunkte eurer Feinde im Auge und wechselt schnell das Ziel, wenn ihr seht, wie ein Lebenspunktebalken sinkt. Ein niedriger Lebenspunktebalken deutet darauf hin, dass die Heilung des Gegners leidet, und dass eine gut getimte Spike euch Vorteile bringen könnte.

Andernfalls könnt ihr den Derwisch auf ein Ziel ansetzen und selbst mit dem Angriff auf ein “weiches” Ziel anfangen - der Derwisch würde euch folgen. Das bedeutet, dass ihr keine Zeit damit verschwendet, das Ziel des Assassinen auszuwählen und anzuklicken, und dass ihr auf der Stelle damit anfangen könnt, Druck auf den Feind auszuüben. Obwohl sowohl ihr als auch der Assassine über Fertigkeiten verfügen, die Blutung und Tiefe Wunde verursachen, werden diese nicht vergeudet, da sie normalerweise gestaffelt eingesetzt werden. Feindliche Versuche Zustände zu entfernen haben also weniger Wirkung, da ihr beide konstant eure Zustände weiter auftragt. Und der Zustand Verkrüppelung, der zum Verhindern von Kiting so wichtig ist, bleibt unter Blutung verborgen, was es schwierig macht, ihn loszuwerden. Vielleicht wollt ihr diese Methode ausprobieren, wenn ihr ein Ziel angreift und feststellt, dass es vor euch wegläuft, weil ihr es nicht “snaren” (alles, was die Bewegungsgeschwindigkeit verringert, wie etwa Verkrüppelung) könnt.

Solo-Aufteilung

Wenn ihr einen einzelnen Charakter losschicken müsst, um einen Schrein wieder einzunehmen, solltet ihr den Assassinen einsetzen. Er kann andere Charaktere mit Leichtigkeit töten und sich dabei selbst am Leben erhalten. Der Derwisch ist auch dann eine gute Wahl, wenn ihr wisst, dass der Gegner einen Krieger ohne Zustandsentfernung geschickt hat. Das Drachenschwert sollte nicht allein losziehen, da es sich nicht selbst heilen kann.

Gegenangriffe

Manche Builds, denen ihr in Heldenkämpfen begegnet, werden wahrscheinlich so aussehen, als wären sie ausschließlich dazu designt, eurem eigenen standzuhalten. Tatsächlich würde ein Boshafter Nekromant, wie im Artikel zum Zusammenspiel der Fertigkeiten beschrieben, diesem Build sehr gut standhalten. In einer solchen Situation solltet ihr versuchen, einen Helden loszuschicken und verschiedene Schreine zu erobern und euch dadurch einen Vorteil zu verschaffen oder eure gesamte Gruppe von Schrein zu Schrein führen. Wenn ihr euch in einen Kampf vier gegen vier verwickeln lasst, besteht die Gefahr, dass die Neutralisierungs-Verhexungen des Nekromanten genug Zeit zum Funktionieren haben. Je länger ihr es schafft, euch auf der zu Karte bewegen und Kämpfe zu vermeiden, während ihr abwartet, bis ihr zahlenmäßig in der Überzahl seid oder einen Schreinbonus bekommt, desto besser.

Das Spiel mit den anderen Charakteren

Der Derwisch und der Assassine sind komplexer als das Drachenschwert, vor allem wegen der Interaktion der Fertigkeiten. Frühere Artikel erklären, wie die beiden gespielt werden. Vergesst nicht, dass ihr zusätzlich noch eure Helden befehligen und euren Fertigkeitsbalken bedienen müsst. Der Assassine ist wahrscheinlich etwas einfacher zu spielen, da ihr den Derwisch auf sein Ziel ansetzen und den Krieger euren Angriffen folgen lassen könnt. Der Mönch ist wohl der schwierigste Charakter, da ihr alle drei Helden steuern, kiten und darüber hinaus noch alle Charaktere am Leben erhalten müsst. Natürlich könnt ihr dem Derwisch den Befehl zum Angreifen geben und dann selbst ein Ziel mit eurem Stab angreifen, um die anderen Helden zum Angriff dieses Ziels zu bringen. Trotzdem ist das Auswählen von Zielen bei einem Mönch schwierig. Zu lernen, wie man den Mönch spielt, sollte anderen Arenen vorbehalten bleiben, obwohl es als Herausforderung in einem Heldenkampf sicher einen Versuch wert ist.