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Spielbericht Februar - Ice Chunk mit List zum Sieg über Hero Battle Player

Von Alex Marsyla

Besonderer Hinweis: Jeder Spielbericht repräsentiert die Meinungen und Interpretationen eines einzelnen Spielbeobachters. Bei diesen Beobachtungen handelt es sich um die persönlichen Ansichten des Autors, die nicht unbedingt die Meinungen und Ansichten von ArenaNet widerspiegeln müssen. Obwohl ArenaNet jeden Spielbericht redigiert, um sicherzustellen, dass die darin dargelegten Inhalte alle Spieler berücksichtigen, möchten wir unseren Berichterstattern dennoch die Freiheit geben, ihre persönliche Meinung in ihre Analyse der aktuellen Atmosphäre des kompetitiven Spielgeschehens von Guild Wars einfließen zu lassen und Ansichten zu vertreten, die auf ihren eigenen Erfahrungen und Beobachtungen beruhen.

An der Spitze der Heldenkampf-Rangliste geht es sehr ausgeglichen zu. Dies zeigte sich auch in der monatlichen Heldenkampf-Meisterschaft im Februar, als viele neue Namen an der Spitze auftauchten. Im Finale der Meisterschaft standen sich Ice Chunk (derzeit Nummer 1 auf der Heldenkampf-Rangliste) und Hero Battle Player (die Nummer 11) auf Bombardierung gegenüber. Ice Chunk besiegte in der ersten Einzelausscheidungsrunde My Mpz, schaltete im Viertelfinale Slayer In The Wind aus und fegte im Semifinale Depeche Plays Dirty von der Karte. Hero Battle Player besiegte auf seinem Weg ins Finale Austria Ftw, Death to Defy und I F C P R E M I X I.

Die Builds:

Fokus auf Heilung
Im Finale setzte Ice Chunk einen Me/A mit “Verkrüppelnde Qual”, einen W/N mit “Melandrus Belastbarkeit” und Antinahkampf-Verhexungen sowie zwei Mö/A mit “Gesegnetes Licht” und “Schild der Regeneration” ein. Hero Battle Player (HBP) brachte einen “Schattengefängnis"-A/K sowie einen R/A mit “Angriff des Verwalters” und anderen Kanalisierungsfertigkeiten ("Wut der Vorfahren”, “Waffe des Kriegshetzers") mit in den Finalkampf. Außerdem enthielt sein Build zwei Mönche: einen Mö/E mit “Schild der Regeneration” und einen Mö/N mit “Wort der Heilung”, Peinigungsfertigkeiten und Verhexungen. Damit sollte der vom Assassinen angerichtete Schaden vergrößert werden.
Die Builds beider Spieler waren also vergleichbar, mit ähnlichen Fähigkeiten zur Bewegungskontrolle. Die Wirkdauer von Ice Chunks “Verkrüppelnde Qual” war zwar länger als die von “Schattengefängnis”, dafür enthielt der Fertigkeitsbalken von HBPs Assassinen mehrere Schlingen in Form von Verhexungen und Verkrüppelungszuständen. Außerdem verfügten die Mönche beider Spieler über beachtliche Heilkraft. Dies führte dazu, dass beide den jeweiligen Gegner beim Erobern von Schreinen übertreffen mussten. Aufgrund der starken Heillastigkeit beider Builds und des Splitumfangs wurden nur wenige Punkte durch Kills erzielt.

Das Match: Bewegung ist alles

Zum Auftakt des Matchs eroberte Hero Battle Player den zentralen Schrein mit seinem Assassinen und beiden Mönchen, während Ice Chunk beide Lebenspunkteschreine und den Belagerunskanonenschrein einnahm. Hero Battle Player konterte, indem er seinen Mö/E zu den Lebenspunkteschreinen schickte und den Rest der Gruppe zum Belagerungskanonenschrein brachte. Ice Chunk überließ ihm den Belagerungskanonenschrein, nahm dafür aber den zentralen Schrein ein, während sein R/N HBPs Mö/E verfolgte, um ihn am Erobern weiterer Schreine zu hindern.
Ab diesem Zeitpunkt wurde der Kampf zu einer Demonstration von Ice Chunks Fähigkeit, seine Heiler auf die Fersen von Hero Battle Players Schadenswirkern zu setzen und HBPs Splits zu verhindern. Meistens, wenn HBP mit seiner ganzen offensiven Stärke einen Schrein einzunehmen versuchte, ließ ihn Ice Chunk gewähren und eroberte stattdessen einfach einen anderen Schrein. Aufgrund von Ice Chunks Spielstil gelang es HBP, einige Kills erringen - zwei davon kurz vor Ablauf der dritten Spielminute und einen weiteren zur Sechsminutenmarke. Nach drei Spielminuten lag Ice Chunk jedoch 4:3 in Führung und kontrollierte alle äußeren Schreine.
Nach zwei Kills am zentralen Schrein schickte Hero Battle Player den R/A los, um den Belagerungskanonenschrein zu erobern. Außerdem versuchte er, zwischen dem zentralen und dem Belagerungskanonenschrein Ice Chunks Tahlkora auszuschalten. In der Zwischenzeit nahm Ice Chunk den zentralen Schrein wieder ein, nachdem sein Mönch und Mesmer wiederbelebt worden waren. Sein W/N blieb HBPs Mö/E zwischen den Lebenspunkteschreinen eng auf den Fersen. Hero Battle Player gelang es, den zentralen Schrein wieder einzunehmen, eine Aktion, auf die Ice Chunk mit der Eroberung des Belagerungskanonenschreins reagierte. Nach fünf Minuten Spielzeit führte Ice Chunk überlegen mit 8:4 und kontrollierte weiterhin alle äußeren Schreine.
Hero Battle Player verlagerte den Kampf zu den Lebenspunkteschreinen, Ice Chunk konnte sich aber mit starker Heilung halten und den zentralen Schrein erobern. Um den zentralen Schrein einzunehmen, kehrte Hero Battle Player zu diesem zurück und rückte anschließend zum nördlichen Lebenspunkteschrein vor. Unmittelbar nach der Sechsminutenmarke tötete HBP Dunkoro und schaffte es, Ice Chunk vom Schrein zu vertreiben. Stattdessen übernahm dieser jedoch die Kontrolle über den zentralen Schrein. Nach sieben Spielminuten war Ice Chunks Vorsprung auf 13:6 angewachsen, und er kontrollierte drei von vier Schreinen, darunter auch den zentralen Schrein.
Nach der Eroberung des zentralen Schreins durch Ice Chunk griff Hero Battle Player diesen mit seinem gesamten Team an, was natürlich dazu führte, dass Ice Chunk in der Zwischenzeit den unbeaufsichtigten Lebenspunkteschrein einnahm. Am zentralen Schrein gelang es Ice Chunk, HBPs Angriffe abzuwehren - es kam zu einer vorübergehenden Pattsituation. Mit nur zwei Minuten verbleibender Spielzeit führte Ice Chunk überlegen mit 15:6 und kontrollierte alle Schreine. 1:45 Minuten vor Ende des Kampfes gab Hero Battle Player schließlich auf.
Es war ihm einfach nicht gelungen, an Boden zu gewinnen und die äußeren Schreine zu erobern. Zu keinem Zeitpunkt hatte er die Kontrolle über mehr als einen Schrein. Ice Chunk demonstrierte seine Überlegenheit, indem er zuerst die äußeren Schreine einnahm und sich dann an HBP heftete. Er war überdies in der Lage, den durch HBP zugefügten Schaden zu kompensieren. Die Kontrolle über die Mehrzahl der Schreine und seine soliden Bewegungen führten dazu, dass Ice Chunk seinen Vorsprung immer weiter ausbauen konnte.

Taktische Analyse

Hätte Hero Battle Player von Anfang an versucht, die äußeren Schreine zu erobern, wäre der Kampf möglicherweise anders ausgegangen. Ice Chunks solide Taktik, kombiniert mit dem Vorteil, den er durch die frühe Kontrolle über die äußeren Schreine errungen hatte, forcierten seine Überlegenheit. Wäre es HBP gelungen, sein Build während des Matches häufiger zu splitten, hätten sich seine Chancen, Ice Chunks Charaktere zwischen den Schreinen abzufangen, wesentlich vergrößert. Dies hätte zu mehr Kills einzelner Charaktere und der Eroberung von mehr Schreinen geführt. Der Einsatz dieser Taktik gleich zu Spielbeginn hätte Ice Chunk möglicherweise zum Splitten gezwungen. Einmal mehr hat Ice Chunk bewiesen, dass die bessere Bewegung auf der Karte in Heldenkämpfen der Schlüssel zum Erfolg ist.
Dank des ausgeglichenen spielerischen Könnens der Teilnehmer an dieser monatlichen Meisterschaft durften wir einige spannende Kämpfe erleben. Das Finale zwischen diesen beiden talentierten Spielern war natürlich der Höhepunkt der Heldenkampf-Meisterschaft. Herzlichen Glückwunsch an Ice Chunk zum Sieg der Heldenkampf-Meisterschaft im Februar!



Alex studiert im sechsten Semester Informationstechnologie. Online-Spiele spielt er seit seiner Kindheit und Guild Wars seit seiner Veröffentlichung.