Blood Pain Money [BPM]

Der Abend bricht an in Tyria, und aus der untergehenden, blutroten Sonne tritt eine Bande verwegen ausschauender, wettergegerbter Kämpfer, bereit, ihr Schwert jedem anzubieten, der genug bezahlt – so war zumindest die Rollenspiel-technische Idee, als Blood Pain Money [BPM] im September 2005 gegründet wurden. Aus einigen wenigen Gründungsmitgliedern entwickelte sich im Laufe der Zeit eine Gilde, die momentan über 40 aktive Mitglieder verfügt.

Der Rollenspiel-technische Ansatz einer Söldnergilde ist in den Hintergrund getreten - obwohl sie sich nun auf eine gewisse Art doch als (wenn auch unbezahlte) Söldner verdingen: Im April 2006 startete BPM offiziell ihre Initiative BPM bietet Starthilfe an. Ziel dieser Initiative ist es, Spielern, die gerade frisch anfangen, Guild Wars zu spielen, die Mechaniken des Spiels näherzubringen. Mitglieder der Gilde machten immer wieder die Beobachtung, dass viele Neueinsteiger am Anfang größere Probleme haben, insbesondere das generelle Spielprinzip stellte für viele eine echte Hürde dar.

image

Viele der ganz typischen Fragen sind es dann auch, die von BPM-Mitgliedern in der Starthilfe beantwortet werden. Dabei ist es ihnen wichtig, dass der Spieler die Möglichkeit hat, sich mit grundlegenden Dingen zu beschäftigen. BPM versuchen, den jungen, aufstrebenden Abenteurern ein Gefühl für das Spiel zu vermitteln, und zu diesem Zweck gehen sie gerne auch einige Schritte gemeinsam mit den neuen Rekruten durch die Spielwelt. So unterschiedlich wie Spieler nur sein können, so unterschiedlich fallen dann auch die Starthilfen aus: Von einer 20-minütigen Einweisung bis zu einem 3 Stunden langen Ausflug ist schon alles dabei gewesen.

Aber mit dem Abschluss der ersten Starthilfe ist das Projekt für BPM nicht beendet. Sie bieten allen Teilnehmern an, die Tutoren in ihre Freundesliste aufzunehmen, damit sie auch im späteren Verlauf einen Ansprechpartner für möglicherweise auftretende Probleme haben. So vermitteln sie neuen Spielern zum einen den Spaß am Guild Wars-Spielen (und damit langfristig Spielen), zum anderen erreichen sie mit der Hilfe auch, dass die einzelnen Spieler "besser" werden.

Spielen und spielen lassen

Die generelle Philosophie der Gilde ist denkbar einfach und steht stets über wirklichen Regeln innerhalb der Gilde: Gemeinsam Spaß haben, zusammen etwas erleben und spielen. Gerade dieses untereinander Helfen, sich auch anbieten, wenn Hilfe gesucht wird, ist ein wesentlicher und wichtiger Faktor, der von vielen Gilden verlangt, aber selten erreicht wird. Diese Philosophie versuchen BPM auch in ihr Luxon-Bündnis zu tragen, da sie der Meinung sind, dass sie auch dort damit Impulse für ein besseres Spielen geben können. Spiel = Spaß. So einfach kann es sein.

image

Diese Philosophie ist BPM in Fleisch und Blut übergegangen. Als vornehmliche PvE-Gilde treiben sie sich gerne in den gefährlicheren und herausfordernden Gegenden herum. Wesentlicher Aspekt bei ihren Ausflügen ist, dass weder ein bestimmtes Build noch eine bestimmte Skillung dafür wichtig sind, sondern dass mit allen Charakteren gespielt wird, die da sind und Lust verspüren, sich mit in das Abenteuer zu stürzen. Im Vordergrund steht immer das gemeinsame Spielen, die gegenseitige Unterstützung. Dabei ist es unwichtig, welches Ziel einzelne grade vor Augen haben: Sei es die Beschaffung eines speziellen Gegenstandes, einen Charakter an einen bestimmten Ort durch Spielen der Missionen zu bringen oder einfach bei einem Missionsbonus zu helfen – es finden sich immer Freiwillige. Dies ist es, was die Gilde zu einer verschworenen Spielergemeinschaft gemacht hat, in der sich alle wohl fühlen.

Gelegentlich zieht es BPM auch ins GvG, wo sie des Öfteren ihre Grenzen aufgezeigt bekommen. Aber jede weitere Niederlage stachelt sie eher dazu an, ihre Fehler abzustellen und es im nächsten Kampf besser zu machen. Durch Misserfolg lassen sie sich nicht entmutigen, da sie wissen, wo ihre Stärken bzw. eben auch ihre Schwächen liegen. Alles lässt sich letztendlich auf einen Nenner bringen: BPM sind ein sehr bunter Haufen verschiedenster Persönlichkeiten, die sich eines bewahren wollen: den Spaß am Spiel, den Spaß an Guild Wars.

PvE Diskussion

Wir haben BPM gebeten, einige ihrer Herangehensweisen im PvE mit uns zu teilen, und da sie sehr hilfsbereit sind, haben sie uns die folgenden Tipps zukommen lassen.

  • Lest immer die Missionsbeschreibungen und macht euch damit vertraut, was euer Ziel ist. Dies mag banal klingen, wird aber von vielen Spielern einfach nicht getan.

  • Macht euch mit den anderen Charakteren in der Gruppe vertraut. Wenn ihr wisst, was für Fertigkeiten jeder einzelne einsetzen kann, dann ist dies für alle hilfreich. Viele Zufallsgruppen scheitern daran, dass die Spieler nicht miteinander kommunizieren. Und so kann es passieren, dass alle 8 Spieler im Team nicht wissen, was die einzelnen können/machen, und die Mission scheitert schon in dem Moment, wo die Gruppe die Mission betritt.

  • Macht euch mit den Gegnern, die euch in einer Mission begegnen, vertraut. Wenn ihr zum Beispiel wisst, dass in einem Gebiet sehr viele Mesmer sind, dann könnt ihr schon im Vorfeld entsprechende Fertigkeiten mitnehmen, um ihnen entgegenzuwirken.

  • Manche Builds funktionieren besser in bestimmten Regionen als andere. Habt Vertrauen in eure Gruppenmitglieder und darin, dass sie wissen, wie sie ihren Charakter spielen.

  • Kopiert niemals einfach ein Build, ohne es zu verstehen. Verändert es so, dass ihr es versteht und auch spielen könnt.

  • Schaut euch die Zusammensetzung eurer Gruppe an. Auch Gruppen mit ungewöhnlicher Zusammensetzung können sehr gut funktionieren, wenn sich die Spieler untereinander absprechen. Direkt nach dem Erscheinen von Nightfall kam es häufiger vor, dass man in Teams, die nicht nur aus Gildenmitgliedern bestanden, mehrere Derwische oder Paragone hatte. Dies ist eigentlich kein Problem, auch ein Team mit z.B. 4 Paragonen kann gut funktionieren. Wichtig ist nur, dass sich die Spieler untereinander absprechen. Mit einem guten Team, das sich abspricht, ist jede Mission und jedes Gebiet zu schaffen.

  • Nutzt die Karte und die Umgebung aus. Manchmal ist es hilfreich, Brücken oder Engstellen mit in das Aggro-Management einzubinden.

  • Stellt sicher, das jeder Spieler in der Gruppe vor Beginn der Mission weiß, welche Aufgabe er in der Gruppe übernimmt. Eine Gruppe sollte immer aus Offensive, Unterstützung und Backline bestehen.

  • Der wichtigste Punkt: Spielen, Spielen, Spielen! In Guild Wars gibt es keine Klasse, die stärker ist als eine andere. Diese "Guild Wars-Philosophie" muss als Erstes verstanden werden. Eigentlich gibt es in Guild Wars nur einen Trick: Kennt die Charakterklasse, die ihr spielt. Je mehr ihr spielt, desto besser kennt ihr euren Charakter, desto erfolgreicher spielt ihr.
image

Mitglieder-Profile

Lernt die Menschen hinter den Avataren kennen:

image
Calim Sharce
Ort: Deutschland
Spielhintergrund: Ich spiele schon seit den 80ern, und habe den ganzen Weg von der Atari-Konsole über nen C64, Atari ST und schließlich PC mitgemacht. Meine zweite große Leidenschaft sind P&P-Rollenspiele wie D&D, Vampire und viele andere.
Bevorzugter Charakter: Am liebsten spiele ich meine Elementarmagierin, gefolgt von meinem Ritualisten. Außerdem spiele ich gerne noch Mönch und meinen brandneuen Paragon. Wie man sehen kann, spiele ich sehr gerne Unterstützungscharaktere. Wobei ich meine Elementarmagierin auch hin und wieder gerne mit Feuerfertigkeiten ausrüste, um im Riss Monster zu verhauen.
Position in der Gilde: Gildengründer
image
Bai Wong
Ort: Deutschland
Spielhintergrund: Ich spiele hauptsächlich PvE, gelegentlich auch GvG. Neben Guild Wars spiele ich auch gerne P&P-Rollenspiele.
Bevorzugter Charakter: Nekromant/x. Ich spiele alle zaubernden Klassen gerne, aber am liebsten halt Nekromant. Meine Nekromantin hat Prophecies und Factions hauptsächlich als Nekromant/Mesmer durchgespielt und macht sich nun auf, Elona zu erforschen. Ich mag die Kombination Nekromant/Mesmer, sie gibt einem einige sehr unschöne Kombinationsmöglichkeiten.
Position in der Gilde: Offizier /Webseiten-Admin
image
Boromir Gimpel
Ort: Deutschland
Spielhintergrund: Ich habe mit Spielen wie Neverwinter Nights und Dungeon Siege angefangen – und nun hat mich Guild Wars ganz in seinen Bann gezogen.
Bevorzugter Charakter: Mein erster und liebster Charakter ist mein Krieger/Mönch. Ich spiele ihn seit mehr als einem Jahr und weiß, was er kann und was er nicht kann. Ich liebe es, den Atem der Gegner zu spüren, um sie dann zu blocken und zu Boden zu schlagen. Meistens spiele ich mit Axt oder Schwert und verwende hauptsächlich Adrenalin-Fertigkeiten.
Position in der Gilde: Gildenanführer/Webseiten-CoAdmin
image
Dan Noland
Ort: Deutschland
Spielhintergrund: Ich spiele hauptsächlich PvE, und ich bin ein fanatischer Anhänger von Unterstützungs-Charakteren. In meinen Augen kann man jede Klasse als Unterstützungs-Charakter spielen, wenn man weiß, wie Unterstützung funktioniert.
Bevorzugter Charakter: Ritualist. Ich mag das Konzept, wie der Ritualist aufgebaut ist. Leider findet man nicht besonders viele Ritualisten im Spiel, da viele Spieler nicht verstehen, wie der Ritualist funktioniert und daher denken, er wäre nutzlos.
Position in der Gilde: Offizier
image
Cute Kurai
Ort: Deutschland
Spielhintergrund: Ich habe mit Abenteuer- und Actionspielen angefangen, aber mir wurde es langweilig, alleine zu spielen, und so habe ich mich dazu entschlossen, Guild Wars auszuprobieren. Ich war positiv überrascht, wie viel Spaß das Spielen in einer Gruppe macht. Dies war auch einer der Gründe, warum ich zu BPM gekommen bin.
Bevorzugter Charakter: Definitiv meine Nekromantin. Ich mag alle zaubernden Klassen, aber sie war mein erster Charakter, und ich denke, sie passt am besten zu meinem Spielstil. Sie hat bereits Tyria und Cantha erforscht und macht sich nun auf, Elona zu erforschen. Generell probiere ich immer wieder mal neue Kombinationen aus.
Position in der Gilde: Offizier
image
Nefarious Sixsixsix
Ort: Deutschland
Spielhintergrund: FPS und Rennspiele, aber im Moment ist nur Guild Wars auf meinem Rechner installiert.
Bevorzugter Charakter: Mein Hauptcharakter ist der Nekromant. Ich habe viele Klassen ausprobiert, aber die einzige, die ich neben meinem Nekromanten noch spiele ist der Assassine. Es ist die Vielseitigkeit, die mich am Nekromanten reizt. Welche Klasse sonst erlaubt es mir als Spieler, entweder eine Armee untoter, verfaulender Diener zu befehligen, oder dem Gegner das Leben abzuzapfen oder ihn mit Verhexungen zu überziehen?
Position in der Gilde: Offizier
image
Iron Maiden V
Ort: Deutschland
Spielhintergrund: Ich spiele, seit ich 5 oder 6 bin. Angefangen hat alles mit einem Amiga 500. Mein erstes Multispieler-Erlebnis hatte ich, als ich Command & Conquer gegen einen Freund per Nullmodem gespielt habe – lang ist es her. Ich habe auch CS in einem Team gespielt, und eines der Highlights war es, ein professionelles deutsches Team bei einem Turnier zu schlagen und unter die Top 10 der deutschen ESL-Rangliste zu kommen.
Bevorzugter Charakter: Momentan spiele ich am liebsten einen Waldläufer. Der Waldläufer ist an sich ja schon sehr flexibel, aber in letzter Zeit benutze ich gerne die Waffenzauber des Ritualisten, um maximalen Schaden zu machen. Durch den Einsatz des Langbogens halte ich mich meist aus dem Gröbsten raus und unterstütze mein Team dadurch, dass ich lästige Zauberer beschäftige.
image
Bartuc der Krieger
Ort: Deutschland
Spielhintergrund: Ich spiele hauptsächlich PvE, gelegentlich auch mal GvG.
Bevorzugter Charakter: Die meiste Zeit im Spiel verbringe ich mit meinem Krieger, der auch mein erster Charakter war. Meine Lieblingsfertigkeit ist "Passt auf Euch auf!", da sie meiner Meinung nach in fast jedem Krieger-Build sinnvoll zur Unterstützung des Teams eingesetzt werden kann.
image
Osbf X
Ort: Deutschland
Spielhintergrund: Ich habe mit Diablo 2 angefangen, welches ich auch immer noch spiele. Meistens spiele ich PvE, aber gegen eine gute Runde PvP habe ich auch nichts einzuwenden.
Bevorzugter Charakter: Meistens spiele ich einen Nekromanten, da er großes Potenzial und Flexibilität besitzt.
Position in der Gilde: Offizier
image
Der Con
Ort: Deutschland
Spielhintergrund: Ich spiele hauptsächlich PvE.
Bevorzugter Charakter: Krieger. Es macht einfach nur Spaß, einen Krieger zu spielen. Und außerdem sehen Krieger klasse aus.